Wiederholungstäter bei Rad am Ring

Wie im Vorjahr startete ich im 2er Team beim 24 Stunden Rennen, es ist doch NUR Schmerz… man muss schon deutlich mehr als nur ein bisschen verrückt sein für diese Nummer. Mit Alexander Malek als Teampartner, hatten wir uns gemeinsam als A-Team vorgenommen in erster Linie Spaß zu haben. Es war für uns eine besondere Sache, da zum ersten Mal unsere Leistungen als eine gemeinsame gewertet wurden. Das gab es bei den anderen Veranstaltungen bis jetzt nicht.

Mit dem Bulli meines Vaters, dem dafür unser besonderer Dank gilt, ging es Samstagmorgen um 4:45 los in Richtung Eifel, wo wir pünktlich um 7 Uhr einfuhren. Startunterlagen abholen, Pavillon aufbauen und erst mal frühstücken waren unsere Prioritäten. Um 12:20 sollte der Startschuss fallen und wir beschlossen, dass Alex Malek zuerst fahren sollte. Der Plan war Doppelrunden zu fahren und in der Nacht auf je einen Viererblock zu wechseln, um dem Teampartner knappe 3 Stunden Schlaf zu ermöglichen. Das klappte ziemlich gut und wir konnten unsere Rundenzeiten relativ konstant halten. Einzig die Wärme am Nachmittag und Abend machte uns etwas zu schaffen, sogar die Nacht war insgesamt sehr warm. Auch der Plan mit dem Schlafen ging einigermaßen auf und wir konnten beide die Erholungsphase gut nutzen. Die Atmosphäre auf der Strecke ist unbeschreiblich, die lange Kette der Radfahrer reiht sich aneinander beim Anstieg zur hohen Acht und das einzige, was man hört, ist das Surren der Ketten. Insbesondere in der Nacht hat die Strecke ihren besonderen Reiz, wenn man durch die Dunkelheit fährt und nur hin und wieder ein Rücklicht vor sich aufflackern sieht. An zwei besonders neuralgischen Punkten stellte das THW Flutlichtstrahler mit Dieselgeneratoren auf, ansonsten war die Strecke komplett in Dunkelheit gehüllt.

Wir hatten insgesamt riesiges Glück mit dem Wetter, denn die „Grüne Hölle“ blieb das gesamte Wochenende trocken. So konnten wir noch bis 11:45 am Sonntag unsere Runden ziehen und beendeten das Rennen schließlich auf Platz 28 in der Gesamtwertung der 2er Teams und Platz 9 in unserer Altersklasse. Stolz auf unsere Leistung und völlig erschöpft traten wir Sonntagmittag die Heimfahrt an. Es war ein besonderes Erlebnis mit einer tollen und einzigartigen Stimmung. Über 10000 aktive Sportler nahmen zusammengenommen an allen angebotenen Rennen teil.

Auch Lothar Isken-Nieder vom Schwelmer RSC nahm in diesem Jahr bei Rad am Ring teil. Er fuhr bei seiner ersten Teilnahme erfolgreich in einem 4er Team. Chapeau dafür!

 

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Presse: WR WP Schwelmer RSC-Duo in der grünen Hölle 15.08.2017