WWBT Werne 14.01.2018
Von Gewöhnung zu sprechen, weil man zum zweiten Mal am einem Sonntag um 7:00 aufsteht, ist wohl verfrüht. Es fällt mir aber bedeutend leichter als letzten Sonntag. Die WWBT Werne steht an, und die Wettervorhersage spricht von bestem Radelwetter - bis auf die Temperaturen um 1 Grad... Hauptsache trocken.
Der Weg nach Werne ist der gleiche wie nach Capelle, ich fahre nur eine Ausfahrt früher ab. Wieder begegnen mir schon auf der Autobahn andere Fahrzeuge mit Mountainbikes auf Gepäckträgern, vermutlich werden eine Menge Leute mitfahren wollen... Da mich mein täglicher Arbeitsweg nach Werne führt und ich mein Auto auf dem Firmenparkplatz keine 2 Fahrradminuten entfernt parken kann, betrifft mich das Parkplatzgerangel also nicht.
Geschafft - ich habe tatsächlich nichts vergessen! Also schön warm eingepackt und ab zur Anmeldung in der Mensa des Anne-Frank-Gymnasiums, wo auch schon ausgiebig gefrühstückt wird. Auf dem Platz vor der Mensa liegen jede Menge Bikes rum, das MTB wird ja gern hingelegt. Scan & Bike hat heute funktioniert, das erneute Ausdrucken hat sich gelohnt. Die Wartezeit bis zum Start nutze ich, mir das ´Material´ der Mitstarter anzusehen - es sind mehr Kollegen mit dem Crosser da als erwartet, die Masse fährt aber mit dem Mountainbike.
 
wernecwerneb
 
Dann geht es los, die Werner Strecke führt zuerst durch den Stadtwald, zum Leidwesen einiger Hundeausführer. Danach ein gutes Stück Radweg und dann ab zwischen die Felder. Es gibt zwischendurch immer Streckenteilungen, die mit ´Hauptstrecke ´oder ´Cross ´ die fahrbaren Alternativen anbieten. Die eine ist eher gemäßigte Waldautobahn, die andere ˋQuerfeldeinˋ. Bis zur ersten Kontrolle (die auch die Zweite ist) läuft alles rund. Leider habe ich mich beim Vorbereiten des Rades nicht ausgiebig genug mit der Kette beschäftigt, die gibt jetzt ein stetes Quietschen von sich. Sehr peinlich, und das mir. Öl habe ich natürlich keines in meiner Werkzeugtasche.
Auf einem Feldweg, der aus zwei eingefahren und mit teilweise tiefen Pfützen versehen Spuren besteht, fährt der Kollege neben mir- in passendem Abstand und mit der richtigen Geschwindigkeit- durch ein Loch und duscht mich mit der schlammigen Brühe. Auf Matsch war ich ja vorbereitet, auf so viel Wasser nicht. Beim zweiten Mal an der Kontrolle, jetzt nach 40km, war erstmal wieder aufwärmen mit Brühe und trocknen der nassen Beine am Feuer angesagt.
Eigentlich wollte ich auf die im Internet angekündigte 80er Runde gehen, die nicht ausgeschildert wurde und deren Strecke man nur runterladen und auf sein Navi spielen sollte. Das habe ich auch gemacht, aber da die von mir geladene Strecke bisher nur geringfügig mit dem tatsächlichen Streckenverlauf übereinstimmte, wollte ich kein Risiko eingehen und hier in der Gegend rumirren. So machte ich mich dann auf die letzten 15km zum Ziel, es hat am Ende auch gereicht.
Beim Auschecken kaufe ich dem fliegenden Händler vor der Tür noch für kleines Geld ein Fläschchen Öl ab - for wet conditions, wie er mir mit holländischem Akzent versichert hat. Da bin ich mal gespannt...
Am Ende waren es laut Strava dann 55,7km und ganze 389 Höhenmeter, zusammen mit 1024 anderen Startern. Nächsten Sonntag geht es nach Waltrop zu den Sprintern :-)
 
Jens Potent