Mittlerweile schon Tradition - das gemeinsame Radsportwochenende des Schwelmer RSC


Bei herrlichem Herbstwetter machten sich mit dem Ausgangspunkt der Jugendherberge Kleve, am Samstag, dem 24. September 2011, die RadlerInnen auf Tour. Auch in diesem Jahr wurde unter der bewährten Leitung und Organisation von Ellen und Horst Wiemann, der Niederrhein unter dem Motto: „Wo der Rhein zum Waal wird“ erkundet.

 

Für die 16 Teilnehmer standen diesmal keine RTF – Punkte, kein guter Kilometer – Schnitt, sondern bei einer „Kuller-Tour“ wieder die herrliche Landschaft und die Geselligkeit im Vordergrund.

Auf einer dennoch rund 75 km Tour galt es einige Sehenswürdigkeiten an zusteuern. Mehrfach wurde zwischen der „unsichtbaren“ Grenze zu den Niederlanden hin und her gewechselt. Als erstes Wahrzeichen besichtigte man die Griethausener Eisenbahnbrücke. Ein schon historischen Bauwerk  mit hoher Ingieneurkunst. An den jeweiligen Sehenswürdigkeiten versorgte „Reiseleiter“ Horst Wiemann  mit interessanten Informationen die Radlertruppe.

Ganz unverhofft fühlten sich die Radler auf einmal an die Nordseeküste versetzt. „Schenkenschanz“ ist im Überflutungsgebiet des Rheins und Waals als „Hallig“ ausgebaut. 99 Bewohner leben dann auf dem Deich wie auf einer Festung.

Um sich einen größeren Umweg zu ersparen nahmen die Radler auch die Dienste des Fährmanns über den Altrhein gern in Anspruch. Bevor man in Groesbeck „De Zuidmolen“, eine große gut erhaltene Getreidewindmühle erreichte, vergnügte man sich vorher noch bei einem Straßenfest bei dem eine gut gelaunte Frauenblaskapelle „schmissig und fetzig“ aufspielte.

Nach einer wohlverdienten Einkehr zur Stärkung, wurde den Sportlern beim nächsten Halt am „Mook War Cemetry“ bei den Gräbern der 322 gefallenen Soldaten aus England, Polen, Canada, Australien und New Zeeland auch die bittere Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges mahnend in Erinnerung gerufen. Im äußersten Norden der niederländischen Provinz Limburg  liegt die Gemeinde „Mook en Middelaar“ an der Maas um die  auch heftige Kämpfe geführt wurden.

Auf der Rückfahrt nach Kleve beeindruckte ein weiterer Britischer Ehrenfriedhof im Reichswald mit 7654 Gefallenen, dem größten Kriegsgräberfriedhof des Commonwealth in Deutschland, die Radler Crew und führte wiederum zu großer Nachdenklichkeit.

Beim gemeinsamen Abendessen ließ man in gemütlicher Runde nochmals den herrlichen Herbstsonnentag Revue passieren.

Bevor man wieder die Heimfahrt antrat, ging es am Sonntagmorgen nochmals auf „Kuller Tour“. Diesmal von Kleve aus zum Rhein in einer großen Rundschleife über 51 km gemütlich zum Ausgangspunkt zurück. Als kleiner „Wehmutstropfen“ werden bei wiederum warmen,  herrlichen Sonnestrahlen, neben den landschaftlichen Eindrücken, auch zwei lästige „Plattfüße“ in Erinnerung bleiben.

In einem waren sich alle RSC Teilnehmer auch mit den zwei Gastfahrerinnen am Ende einig – im nächsten Jahr soll es wieder ein oder mehrere gemeinsame Radsportwochenenden geben. Schließlich feiert der befreundete MTV Aurich 1862 e.V. 2012 sein 150jähriges Vereinsjubiläum. Dann ist auch wieder für den „RSC Schwelm“ Präsentspflicht bei den „Achter de Dieken“ an der Nordseeküste angesagt.


Presse: Stadt-Anzeiger 12.10.2011

Presse: WR WP 30.09.2011

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