Geschrieben von K.J.
Liebe Rad- und Trisportfreunde.

Ein Unfall mit glücklichem Ausgang veranlasst mich diesen Bericht zu schreiben


Ennepetal - Samstag, 25. Juni 2011 gegen 14:45 Uhr.

Regen, Regen und nicht als Regen. Dazu kam die gefühlte Kälte von 14 Grad Celsius -lt. Wetterbericht: sommerlichen Temperaturen. Nässe von oben und Nässe von unten.

Ich war (alleine) auf der Rückfahrt von der Dortmunder RTF nach Schwelm und passierte gerade Gevelsberg. Der Tacho stand bei 35 km/h, die Arme ruhten auf den Extensions mit den Kopf flach über dem Lenker sah ich das "Viadukt mit den Schienen auf der Fahrbahn" vor mir. Ein Blick zurück, kein Verkehr, ich wechsele die Fahrbahnseite und fahre unter dem Viadukt auf dem Geh-Radweg weiter. Nach dem Viadukt wechsele ich widerum, vom Radweg auf die Straße, die Fahrbahnseite. Ich beschleunige, Arme wieder auf den Extensions - 30, 31 - AUS. Es fehlen mir nur 1 bis 2 Sekunden. Das Letzte was ich spürte war, dass  mein Kopf mit einem "lauten, dumpfen Knall" auf dem Asphalt aufschlug. Das Nächste was ich bewusst mitbekam, war der Autofahrer der auf mich zugerannt kam. - Mir tat alles weh - Ich sah mein Rad quer auf der Fahrbahn liegen und wusste nur eins: Klaus du musst runter von der Straße. Irgendwie habe ich es geschafft - im gesicherten Bereich ließ ich mich auf den Rücken fallen und schloss für eine kurze Zeit meine Augen. Erst als mich der Autofahrer angesprochen hatte, ob er einen Krankenwagen holen sollte, nahm ich meine Umgebung wieder wahr, wurde mir bewusst, dass ich gestürzt war. Nein, einen Krankenwagen brauchte ich nicht. Ich konnte mich bewegen, Blut war keins zu sehen und bis 5 Zählen konnte ich auch. Alles klar - oder???

Ich bin nicht in den Schienen geraten, welche die Fahrbahn diagonal zur Firma ABC queren. Aber auf diesen ist mein Vorderrad ins Rutschen gekommen. Kein Dritter trägt daran irgendeine Schuld - nur ich. 10tausende von Rad-Kilometer ohne nennenswerte Zwischenfälle, doch unverhofft kommt oft. Die Schienen sind und waren immer an dieser Stelle - nur meine Aufmerksamkeit nicht. Einen Bruchteil einer Sekunde war ich nicht Konzentriert. Das reichte - crash boom bang - 
Schaut euch die Fotos von meinem Helm an:





Die Risse und das seitlich ausgebrochene Styropor - (der Helm ist in Teilen gebrochen, nur die Schale hält ihn noch zusammen).
Gekauft am 28. Mai 2011, zerstörrt am 25 Juni 2011 - doch mich, hat er vor etwas viel Schlimmeren bewahrt.

Asphalltflechte, Hüfte und Rippen geprellt, Halswirbeltrauma, Kopfschmerzen - alles ist heilbar. Ob ich am Sonntag am Triathlon teilnehme? Mit dieser Entscheidung lasse ich mir bis Samstag Zeit.

Gott sei Dank, Helm!!

K.J.